Nebenkosten

Person rechnet mit Taschenrechner

Zusätzlich zur eigentlichen Grundmiete darf der Vermieter Nebenkosten verlangen. Voraussetzung dafür: Ausdrückliche Vereinbarung im Mietvertrag und die im Mietvertrag genannten Kosten müssen nach der Betriebskostenverordnung tatsächlich Nebenkosten, das heißt umlagefähig sein.

Das sind, neben den Kosten für Heizung und Warmwasser:

  • Grundsteuer
  • Abwasser
  • Wasser
  • Fahrstuhl
  • Straßenreinigung und Müllabfuhr
  • Hausreinigung/Ungezieferbekämpfung
  • Gartenpflege
  • Beleuchtung
  • Schornsteinfeger
  • Sach- und Haftpflichtversicherung
  • Hauswart
  • Gemeinschaftsantenne/Breitbandkabel
  • maschinelle Wascheinrichtung
  • sonstige Betriebskosten. Diese Position muss im Mietvertrag konkret definiert werden. Es kann sich zum Beispiel um Kosten für Sauna, Schwimmbad usw. handeln.

Zahlt der Mieter für diese Nebenkosten monatliche Vorauszahlungen, muss der Vermieter jährlich abrechnen. Hier müssen die Gesamtkosten des Hauses aufgeführt, der Verteilerschlüssel angegeben, der Kostenanteil für den einzelnen Mieterhaushalt errechnet und dessen Kosten mit den Vorauszahlungen verrechnet werden. Die gebräuchlichsten Verteilerschlüssel orientieren sich entweder an der Wohnungsgröße, der Personenzahl oder der Anzahl der Wohnungseinheiten.

Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung nach Ende der Abrechnungsperiode innerhalb von 12 Monaten vorlegen. Tut er dies nicht, ist er mit Nachforderungen ausgeschlossen, es sei denn, er hat die Verzögerung nicht zu vertreten (beispielsweise, weil ein Gebührenbescheid der Gemeinde erst später bei ihm eingeht). Aber auch der Mieter muss Einwände gegen die vorgelegte Abrechnung innerhalb von 12 Monaten ab Erhalt geltend machen. Das bedeutet aber nicht, dass der Mieter mit dem Ausgleich eines Nachzahlungsanspruchs des Vermieters 1 Jahr warten könnte. Die übliche Prüfungsfrist beträgt 4 Wochen betragen. Fehler in der Abrechnung, die auf den ersten Blick nicht auffallen können nach mehr als einem Jahr nicht mehr gerügt werden können. Es ist daher zu empfehlen, die Abrechnung möglichst kurz nach Vorlage durch den Vermieter von einem Fachmann prüfen zu lassen.

Verbrauchsabhängige Abrechnung

Die Abrechnung hat, soweit möglich verbrauchsabhängig zu erfolgen (eine Verpflichtung zur Installation von Verbrauchserfassungsgeräten besteht allerdings weiterhin nur bei den Heizkosten). Gibt es im Vertrag keine Vereinbarung, nach welchem Verteilungsschlüssel abgerechnet wird, sind die Kosten, die nicht nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet werden können, nach dem Anteil an der Wohnfläche abzurechnen.

Der Vermieter muss die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit beachten. Damit soll dem teilweise grenzenlosen Anstieg der Nebenkosten Einhalt geboten werden. Auch hierzu können Sie unsere Rechtsberatern und unser Energieberater ausführlich informieren.

Noch ein Tipp:

Für Mitglieder überprüfen wir Heiz- und Nebenkostenabrechnungen kostenlos.

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