Ein freiwilliger Mietenstopp kann viele Mieterhaushalte vor dem Abrutschen in die Wohnarmut schützen

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Der Mieterverein Stuttgart unterstützt die Initiative der SPD-Gemeinderatsfraktion für ein Mietenmoratorium

„Angesichts explodierender Mietpreise sollte die Stadt alles unternehmen, damit nicht noch mehr Haushalte in die Wohnarmut abrutschen“ fordert der Mieterverein und begrüßt eine entsprechende Initiative der SPD-Gemeinderatsfraktion für ein vierjähriges Mietenmoratorium. Schließlich hätten die meisten Vermieter in den letzten Jahren bei den Mieten schon stark zugelangt. So wurden die Mieten in den bestehenden Stuttgarter Mietverhältnissen in 10 Jahren um durchschnittlich 45 Prozent angehoben, die Neuvermietungsmieten explodierten sogar mit einem Anstieg von 70 Prozent.

Angesichts nun auch noch explodierender Energiepreise wäre es richtig und wichtig, wenn das Bündnis für Wohnen in Stuttgart die beteiligten Wohnungsgesellschaften und Vermieterorganisationen zur Zurückhaltung bei den Mieten anhält. Mieter und selbstnutzende Eigentümer zahlen durch mehr als verdoppelte Energiepreise die Zeche von Putins Krieg und viele Haushalte kommen dadurch in finanzielle Bedrängnis. „Ein freiwilliges Mietenmoratorium wäre Ausdruck von Anstand und Solidarität in schwierigen Zeiten“, erklärt hierzu Mietervereinschef Rolf Gaßmann. Die vom Bund beschlossenen Energiehilfen helfen leider nur ca. einem Prozent aller Haushalte.

Bekanntlich ist auf Bundesebene ein von SPD und Grünen gefordertes gesetzliches Mietenmoratorium über sechs Jahre bislang nur am Widerstand der FDP gescheitert. „Dies hindert die anständigen Vermieter aber nicht daran, auf die finanzielle Leistungsfähigkeit ihrer Mieterhaushalte freiwillig Rücksicht zu nehmen,“ erklärt der Mieterverein.  Dabei sollte Oberbürgermeister Nopper mit der Autorität seines Amtes eine wichtige Vermittlerrolle spielen.

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