Das Ablesen des Wärmeverbrauchs muss rechtzeitig angekündigt werden

Temperatur einstellen

„Auch wenn der Mieter den Ablesetermin z.B. wegen Urlaubs oder aus anderen wichtigen Gründen absagt, muss er weder Schadenersatz noch irgendwelche Sonderkosten zahlen“, stellt der Mieterverein Stuttgart aus aktuellem Anlass fest.

Kosten für einen zweiten oder gar dritten Ablesetermin müssten nur dann vom Mieter übernommen werden, wenn er seine mietvertraglichen Pflichten schuldhaft verletzt, z.B. die Ablesefirma den Zugang zur Wohnung verweigert. Immer unzulässig ist es, wenn die Wärmemessdienstfirma direkt beim Mieter für einen zweiten Ablesetermin Kosten geltend macht. Um die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung zu erstellen, muss einmal im Jahr der Heizenergieverbrauch durch so genannte Wärmemessdienstfirmen ermittelt werden. Im Regelfall sind die Heizkostenverteiler (elektronische oder nach dem Verdunstungsprinzip arbeitende) an den einzelnen Heizkörpern in allen Räumen der Wohnung installiert.

Ablesen oder Fernübertragung?

Beim Einsatz von elektronischen Heizkostenverteilern mit Funktechnik werden die Daten per Fernübertragung an das Messdienstunternehmen übertragen. In anderen Fällen müssen die Heizkostenverteiler in den Wohnungen abgelesen werden, informiert der Mieterverein Stuttgart.

Der Termin hierzu muss mindestens 10 bis 14 Tage vorher angekündigt werden. Die Mieter oder Wohnungseigentümer müssen entweder einzeln oder durch einen Aushang an gut sichtbarer Stelle, z.B. im Treppenhaus, benachrichtigt werden. Kann der erste Ablesetermin nicht eingehalten werden, sollte ein zweiter Termin individuell abgestimmt werden. Geschieht dies nicht, muss im Abstand von mindestens 14 Tagen ein zweiter Termin durchgeführt werden, möglichst nach 17 Uhr.

Signifikant höhere Heizkosten

Das Ableseergebnis wird vielen Haushalten in diesem Jahr wenig gefallen, weil sie vielfach mit deutlich höheren Heizkosten rechnen müssen. Zum einen waren die Wintermonate 2010 drastisch kälter als der Winter 2009. Zum anderen sind 2010 die Ölpreise um 23% gestiegen. Nur die Kosten für Gas und Fernwärme gingen leicht zurück. Fallen die Heizkosten signifikant höher aus wie in den Vorjahren, so empfiehlt sich der Gang zum Energieberater des Mietervereins (für Mitglieder kostenlos).

Gez. Rolf Gaßmann


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