Mieterverein mahnt Makler ab

Wegen Verstößen gegen das neue Maklerrecht hat der Mieterverein bereits fünf Makler abgemahnt. Sie müssen die Kosten des beauftragten Anwalts zahlen und zudem erklären, dass sie zukünftig das rechtswidrige Abkassieren von Mietern unterlassen. Darunter war eine Maklerfirma Lumpp, die vom Mieter verlangt, „bei Einzug eine Renovierungspauschale an den Vermieter zu zahlen“. Ein „Maklerentgelt als Renovierungspauschale zu bezeichnen kann nur als Umgehung des neuen Maklerrechts gewertet werden“, schrieb der Anwalt des Mietervereins an Makler Lumpp. Auch andere Makler, die vom Mieter Besichtigungsgebühren verlangen, wurden zur Unterlassung abgemahnt. Besonders dreist gebärdet sich der Stuttgarter Makler Hildebrandt, der mehrere Studentenwohnheime der oberen Preisklasse betreibt. Ein Student erhält bei ihm nur dann ein Zimmer, wenn er gleichzeitig den Vertrag mit der Hildebrandt gehörenden Servicegesellschaft eingeht. Gegen die Servicegebühr von 470 Euro erhält der Mieter nutzlose Leistungen, wie das Recht ein Bügeleisen für einen Euro pro Tag zu mieten. Für Mietervereinschef Rolf Gaßmann ist dies eindeutig eine versteckte Vermittlungsgebühr und damit unzulässig. Mit Hilfe des Gerichts wird der Mieterverein auch gegen das Immobilien-Büro Dr. Zacher vorgehen. Dieses verlangt vom Mieter zwischen 35 Euro und 50 Euro "Besichtigungsgebühren". Wenn Ihnen oder Freunden und Bekannten Fälle bekannt werden, bei denen Makler weiterhin vom Mieter kassieren, dann teilen Sie uns dies bitte per E-Mail mit (info@mieterverein-stuttgart.de) am besten mit Kopie oder Link zum Maklerangebot.


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