Der Widerstand von Stadträten gegen das Baugebiet Schafhaus ist unehrlich und missachtet die Interessen von Wohnungssuchenden

Als maßlos überzogen und auch unehrlich bezeichnete Mietervereinschef Rolf Gaßmann das Handeln der Stadträte von SÖS/Linke-plus hinsichtlich des neuen Baugebiets Schafhaus. „Man kann nicht einerseits mit Veranstaltungen die neue Wohnungsnot anprangern und gleichzeitig ein dringend notwendiges Baugebiet verhindern wollen und gar als ökologisches Verbrechen diffamieren“, erklärte Gaßmann zur Kritik von SÖS/linke-plus-Stadträten am Baugebiet.

Auch die Grünen forderte der Mieterverein zum Umdenken auf: „Statt eine Bebauung im Schafhaus mit Einfamilienhäusern zu bejammern, sollten die Grünen Stadträte sich für eine dichtere Bebauung und einen hohen Anteil geförderter Mietwohnungen einsetzen“. Der Mieterverein erwartet vom Stuttgarter Gemeinderat, im Baugebiet Schafhaus die Anzahl der bislang nur 250 geplanten Wohneinheiten deutlich zu erhöhen und dort auch für geförderten Mietwohnungsbau zu sorgen.

Gaßmann erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr die städtischen Wohnbauziele völlig verfehlt wurden und der Wohnungsmangel weiter verschlimmert wurde. So habe Stuttgart im Jahr 2016 wiederum um ca. 6.000 Einwohner zugenommen, was einem zusätzlichen Bedarf von 3.000 Wohnungen entspreche. Zusätzlich entstanden seien aber nur 1.279 Wohnungen. Dem gewaltigen Bedarf könne man nur mit dem Bau von mehr Wohnungen gerecht werden, auch auf neuen und hierfür geeigneten Flächen.

Gaßmann verwies auf das vom grünen OB Salomon regierte Freiburg, wo mit breiter Zustimmung im Gemeinderat (auch der Linken und Grünen) ein neuer Stadtteil Dietenbach für 12.000 Einwohner auf ehemaligen Wiesen und Feldern entstehe. Dort sollen über 5.000 Wohnungen gebaut werden, selbstverständlich sozial gemischt, ökologisch optimiert und mit neuem Stadtbahnanschluss.

Gez. Rolf Gaßmann


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