Sozialwohnungen in Stuttgart haben unsoziale Mietpreise

Der Mieterverein kritisiert Stadtratsbeschluss von Quadratmetermieten bis 9,00 Euro

Als „von wenig Verantwortung gegenüber Kleinverdienern geprägt“ bezeichnet Mietervereinschef Rolf Gaßmann den Beschluss des zuständigen Gemeinderatsausschusses, bei neu erstellten Sozialmietwohnungen, Mietpreise von bis zu 9,00 Euro zuzulassen. In der Regel kommen noch 2,00 Euro kalte Betriebskosten hinzu, so dass eine Dreizimmerwohnung bereits 800,00 Euro (kalt) kostet. „Welcher Sozialmieter kann sich eine solch teure Wohnung noch leisten?“, sorgt sich der Mieterverein. Es gebe in keiner Stadt Deutschlands ein Neubauprogramm, was zu ähnlich überteuerten Wohnungspreisen für Sozialmieter führe.

Der Mieterverein fordert den Stuttgarter Gemeinderat auf, in seiner Vollversammlung den unsozialen Beschluss zu korrigieren und es bei den bisherigen Höchstmieten von 7,50 Euro pro Quadratmeter zu belassen. Dafür müsse die Stadt eben mehr Geld in die Hand nehmen, wie es im Übrigen andere Städte längst tun.

Gez. Rolf Gaßmann


Zurück